Schon wieder Herbst

Vor ein paar Tagen ist die Heizung das erste Mal angesprungen. Die Haselnüsse fallen von den Bäumen. Die Tage werden kürzer. Es wird wieder Herbst.

Herbst war für mich – wie vermutlich für viele andere – lange negativ besetzt: Der Sommer ist vorbei, die Schule geht wieder los. Auch wenn ich die Schulbank seit  fast 20 Jahren nicht mehr drücken muss, bin ich mir nach wie vor nicht sicher, was ich mit „Herbst“ verbinde. Betrachte ich die Natur, ist es die schönste Jahreszeit: Die Blätter leuchten ein letztes Mal in wunderbaren Rot- und Goldtönen auf, bevor sie sterbend zu Boden fallen. Es ist Erntezeit. Dennoch schwingt mit dem Bewusstsein, dass der Sommer nun endgültig vorbei ist, auch eine gewisse Traurigkeit mit. Man lebt wieder mehr drinnen und jeder schöne sonnige Tag könnte der letzte für eine lange Zeit sein. Aber noch ist es das nicht (vielleicht auch Dank Klimaerwärmung und Co.!?) und anstatt irgendetwas Abstraktem hinterherzutrauern, kann man nur das genießen, was „jetzt“ da ist. Ich jedenfalls bin froh, in einer Region zu leben, in der es unterschiedliche Jahreszeiten gibt. Jede hat ihre Sonnen- und Schattenseiten. Vielleicht wie alles im Leben.

 

 

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