Weihnachten und neue Wege

Wien. Die schönste Stadt der Welt. Für mich wird sie das auch immer bleiben. Ich werde für immer mit dieser Stadt verbunden sein. Wie ein Kind immer mit seinen Eltern verbunden sein wird. Egal wo es ist, egal wo (und ob) sie sind.

Und so hat es mich selbst am meisten überrascht, als im Laufe des Jahres klar wurde, dass ich dieser Stadt den Rücken kehren werde. Dass ich das Land verlassen werde. Zurück lasse ich meine Lieben und ein Stück der eigenen Identität. Denn Sprache, das ist Identität. Alles was ich kann, ist Deutsch. Verdammt, das habe ich ja studiert …

Aber es ist Zeit, die Zelte abzubrechen. Neue Wege zu gehen. Auch wenn diese nicht immer leicht sein werden. Für die Liebe lohnt es sich. Ich verstehe jetzt die Dichter und Denker, die sich an der Definition von „Liebe“ die Zähne ausgebissen haben. Verstehe die Romantiker, die behaupten, dass wahre Liebe alles überwinden könne. Dennoch fühlt es sich merkwürdig an. Betrachte ich das Bild – in drei Tagen geht es los! – umkommt mich kein Zweifel. Aber Wehmut. Wenn immer ich zurückkehren werde, wird es nicht mehr dasselbe sein. Es wird „anders“ sein.

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